Auschwitz_2016

Klassenfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz

10/2016 - Eine Klasse des Bildungsgangs HBFS wählt die heutige südpolnische Stadt Oświęcim als Ziel für die Klassenfahrt aus und dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Bethe-Stiftung kann dieser Wunsch tatsächlich Wirklichkeit werden.

Bei der Ankunft erscheint Oświęcim als ein idyllisches Städtchen in der polnischen Provinz. Untergebracht und versorgt wird die Klasse in den Räumlichkeiten einer kirchlichen Internatsschule im alten Ortskern der Stadt. Dort erlebt die Klasse einen ganz anderen Schulalltag als den, den sie in ihrer Heimat gewohnt ist. So versammeln sich beispielsweise vor Beginn und nach Ende des Unterrichts eines jeden Tages alle Klassen - aufgestellt in Zweierreihen - in einem großen Saal, um zunächst die von der Schulleitung gesprochenen Worten zu hören und anschließend gemeinsam zu singen und zu beten.

Den wichtigsten Beweggrund und beeindruckendsten Moment der Klassenfahrt stellt aber ohne Zweifel der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz dar. Dieser Ort, den die Klasse bisher nur aus verschiedenen Medien und Erzählungen kannte, wird mit dem Betreten der Gedenkstätte plötzlich mit allen Sinnen wahrnehmbar. "Kein Unterricht kann darauf wirklich vorbereiten" ist eine der vielen spontan geäußerten Reaktionen auf die selbst gewählte Konfrontation mit dem Ort, der für unendliches Leid und den millionenfachen Tod von Männern, Frauen und Kindern steht.

Und auch, wenn die Klassenfahrt wie jede andere Klassenfahrt einmal zu Ende geht, bleiben vielen Beteiligten sowohl die Gedanken und Gefühle, die sie in Auschwitz begleitet haben, als auch die Erfahrung, mit diesen Gedanken und Gefühlen nicht alleine gewesen zu sein und sich jederzeit auf die Sicherheit und Geborgenheit in der Klasse verlassen zu können, in bleibender Erinnerung.